Beschreibung

Im Gegensatz zu vielen seiner radikalen Neue-Musik-Kollegen hatte Bruno Maderna (1920-1973) eine große Zuneigung zu älterer Musik, besonders die der italienischen Renaissance und des frühen Barock. Seine Transkriptionen hatten allerdings wenig mit der herrschenden Lehre der sogenannten »historisch-informierten« Aufführungspraxis zu tun.

In der Überzeugung, dass Kunstwerke auch aus ihren ursprünglichen Kontexten herausgelöst werden können, nutzte er moderne Instrumentalressourcen, um neue Bedeutungen und neue Relevanz in den Werken der alten Meister zu entdecken. Seine Transkriptionen von Gabrieli, Frescobaldi, Legrenzi und Viadana werden vom RSI Orchester unter Dennis Russell Davies sehr lebendig dargeboten – in einem Programm, das außerdem auch die Komposition »Chemins V« von Madernas gutem Freund Luciano Berio (1925-2003) umfasst. »Chemins V« ist selbst eine Art Transkription, eine Fassung von Berios »Sequenza XI« für Kammerorchester.

Solist Pablo Marquez lässt Flamenco und das klassische Erbe der Gitarre durchscheinen, während das Orchester sich mit der Gitarre auf der Ebene erweiterter Harmonien einlässt.

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Tracklist

Girolamo Frescobaldi (1583-1643)
Tre Prezzi for chamber orchestra (1952)
1 Recercar super LA-FA-SOL-LA-RE [04:27]
2 Christe [00:53]
3 Kyrie [00:44]
4 Bergamasca [04:44]
Giovanni Legrenzi (1626-1690)
5 La Basadonna for chamber orchestra (1951-2) [03:20]
Luciano Berio (1925-2003)
Chemins V (su Sequenza XI) for guitar and chamber orchestra (1992) [20:42]