Augustinus Franz Kropfreiter, Komponist

Kurzbio

1936 als drittes von neun Kindern eines Landtischlermeisters im oberösterreichischen Hargelsberg geboren, fällt Franz Kropfreiter früh durch seine musikalische Hochbegabung auf. Er verbrachte seine Schulzeit am Petrinum in Linz, wo er auch seine musikalische Grundausbildung erhielt.

Der Eintritt als 17jähriger in das Augustiner Chorherrenstift St. Florian, der Wirkungsstätte des Genius Loci Anton Bruckner, ermöglicht Kropfreiter eine umfassende musikalische Ausbildung und führt zum Ordensnamen „Augustinus“. Er erhielt Unterricht in Musiktheorie von Johann Krichbaum sowie von Helmut Eder während seines Studiums am Brucknerkonservatorium im Studienjahr 1955/56. Von 1956 bis 1960 folgten die Fächer Orgel (Walter Pach) und Komposition (Ernst Tittel) an der Musikhochschule in Wien. Nach Abschluss seines Musikstudiums an der Wiener Akademie wird er, in Bruckner‘scher Tradition, Stiftsorganist und schliesslich Regens Chori der Florianer Sängerknaben. 1966 übernahm er die Leitung des Stiftschores.

Durch seine internationale Konzerttätigkeit als Organist und Improvisator sowie als Komponist erreichte er nun größte Bekanntheit. Sein umfangreiches Orgelwerk machte aus ihm einen der bedeutendsten Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts.

Er schuf Orchesterwerke (darunter 3 Sinfonien), Chorwerke, Messen, Oratorien (z.B. die berühmte Altdorfer-Passion), Kammermusik und Orgelwerke. In allen seinen Kompositionen legte Kropfreiter besonderen Wert auf Polytonalität und farbige Harmonik. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen: Kulturpreis des Landes Oberösterreich (1962), Staatspreis für Musik (1964), Anton-Bruckner-Preis (1993), Heinrich-Gleissner-Preis (2002). Sein Leben war von höchster Schaffenskraft und Disziplin geprägt, so hinterlässt Augustinus Franz Kropfreiter nach seinem Tode im Jahr 2003 über 350 Werke und Bearbeitungen. Am 26. September 2003 verstarb Augustinus Franz Kropfreiter im Augustiner-Chorherrenstift St. Florian im Alter von 68 Jahren. Mit dem Vermerk „Soli Deo Gloria“ („Gott allein zur Ehre“) zeichnet er all seine Werke.

Publikationen

Da Jesus an dem Kreuze stund (1960)

7 Meditationen für Orgel
© oberoesterreichischer musikverlag

Toccata Francese

für Orgel
dap 38
© oberoesterreichischer musikverlag

Konzert für Cembalo und Kammerorchester (1960/61)

dap 69
© oberoesterreichischer musikverlag

Concerto Turico (1963)

Konzert für Klavier und Streicher
© oberoesterreichischer musikverlag